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17.08.2013

Neu bei zander zitiert: Vortrag Rudolf Steiners über Paracelsus


Es ist gewiß reizvoll, sich in die Vergangenheit zu vertiefen und ein wenig Umschau zu halten bei den großen Geistern, die uns vorangegangen sind. Bei der Persönlichkeit, von der wir heute sprechen wollen, kommt aber noch etwas ganz anderes als der Reiz geschichtlicher Betrachtung als Gesichtspunkt in Betracht. Es kommt bei Paracelsus viel mehr darauf an, daß er den Menschen von heute noch sehr, sehr viel geben kann. Und gerade eine Bewegung der geistigen Erforschung der Dinge, wie es die Geisteswissenschaft ist, ist ganz besonders geeignet, den Schatz zu heben, den Geist der Erkenntnis, der Naturerforschung und -erleuchtung, der bei Paracelsus verborgen liegt. Zwar wendet sich mehr oder weniger die Tagesforschung heute auch Geistern wie Jakob Böhme, Paracelsus und andern dieser Zeit des ausgehenden Mittelalters zu. Allein die Betrachtungsweise unserer gegenwärtigen Wissenschaft ist doch so verschieden von dem Geist, dem Standpunkt eines Mannes wie Paracelsus, daß sie, im wahrsten Sinne des Wortes, ihm doch nicht gerecht werden kann.

Paracelsus muß nämlich in einer andern Art begriffen werden, als es gewöhnlich geschieht, wenn man sich heute in einen Geist der Vergangenheit vertieft. Man muß ein lebendiges Gefühl empfinden für den Gegenstand und die Richtung des Denkens, denen er sich hingegeben hat. Das ist in gewisser Beziehung eine solche Vertiefung in das Geistesleben, namentlich in die geistigen Kräfte und Wesenheiten, die der Natur zugrunde liegen, und das kann nur eine Betrachtungsweise, wie es die geisteswissenschaftliche ist. Einer interessanten Zeit gehört Paracelsus schon an. Es war die Zeit von 1493 bis 1541, in der er lebte, die entweder eben hinter sich hatte oder noch mitten darinstand in dem, was wir das Heraufkommen des Bürgertums nennen. Das übte im Grunde genommen auf das ganze Geistesleben einen bedeutsamen Einfluß aus.

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