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Zander Zitiert

Helmut Zander und die Anthroposophie Rudolf Steiners.

Diese Webseite wendet sich an Besucher, die ein Interesse an der wissenschaftlichen Diskussion über das Werk Rudolf Steiners haben und bereit sind, die nötige Zeit aufzubringen, um sich durch detaillierte philologische Untersuchungen hindurchzuarbeiten, die mitunter nicht ihres kriminologischen Reizes entbehren.

Helmut Zander beschäftigt sich schon seit langem mit Anthroposophie. Das erste Ergebnis dieser Beschäftigung erschien 1995 bei Ferdinand Schöningh, Paderborn unter dem Titel »Reinkarnation und Christentum. Rudolf Steiners Theorie der Wiederverkörperung im Dialog mit der Theologie«. Dabei handelt es sich um die Buchausgabe einer Dissertation, die im Dezember 1993 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn angenommen wurde.

1996 verfasste Helmut Zander für das »Handbuch zur ›Völkischen Bewegung‹« von Uwe Puschner u.a. einen Beitrag »Sozialdarwinistische Rassentheorien aus dem okkulten Untergrund des Kaiserreichs«, dessen reisserischer Titel die These vorwegnimmt, Steiner habe eine solche Theorie vertreten. Puschners Handbuch erschien bei K.G. Saur in München.

2001 spann Helmut Zander die Fäden seiner Theorie über die Rassentheorie Steiners in einem Beitrag zum von J.H. Ulbricht und Stefanie von Schnurbein herausgegebenen Sammelband »Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ›arteigener‹ Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende« weiter, der den Titel trägt »Anthroposophische Rassentheorie. Der Geist auf dem Weg durch die Rassengeschichte«. Der Sammelband erschien bei Königshausen & Neumann in Würzburg.

Im Jahr 2007 erschien Helmut Zanders Hauptwerk zum Thema: »Anthroposophie in Deutschland. Theosophische Weltanschauung und gesellschaftliche Praxis 1884-1945« mit rund 1800 Seiten in zwei Bänden bei Vandenhoeck & Ruprecht. Seither gilt er bei vielen als ausgewiesener, unabhängiger Experte für Anthroposophie.

Zum 150. Geburtsjahr Rudolf Steiners 2011 erschien schließlich eine von Helmut Zander verfasste Biografie mit dem Titel: »Rudolf Steiner. Die Biografie« bei Piper in München.

Die Auseinandersetzung Helmut Zanders mit dem Werk Rudolf Steiners umfasst also annähernd 20 Jahre, wenn man die Zeit einberechnet, die zur Ausarbeitung der Dissertation nötig war.

Doch der quantitativ umfassenden, wenn nicht gar erschöpfenden Beschäftigung mit Rudolf Steiners Werk steht aus der Sicht vieler Kenner dieses Werkes kein gleichwertiges qualitatives Verständnis zur Seite. Vielmehr haben sie den Eindruck, dass die schiere Masse des bearbeiteten Materials oft genug ein wirkliches Verständnis grundlegender Anthroposophemata eher erschwert als ermöglicht. Darüberhinaus haben nicht wenige anthroposophische Kritiker darauf hingewiesen, dass sich in Helmut Zanders Arbeiten über Anthroposophie in einem Ausmaß Fehler, Entstellungen und Verdrehungen finden, die sich mit wissenschaftlichen Anforderungen nicht vereinbaren lassen und Helmut Zanders Ruf eines »Experten für Anthroposophie« konterkarieren.

Bisher wurden all diese handwerklichen Mängel aber noch nie systematisch untersucht oder nachgewiesen. Diese Webseite dient diesem Nachweis. Ihre Aufgabe lässt sich mit jener vergleichen, die von den in den letzten Jahren entstandenen Plagiats-Wikis (»Guttenplag«, »Vroniplag«) wahrgenommen wurde. Sie decouvrierten durch penible Textarbeit den von manchen Trägern akademischer Weihen erschlichenen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Auch diese Webseite untersucht akribisch Texte, vergleicht sie miteinander und gelangt auf diesem Weg zu ihren Befunden. Allerdings ist der Vorwurf, der sich durch diese Untersuchung untermauern lässt, nicht der des Plagiats. Vielmehr geht es um den Nachweis einer geradezu systematischen Verdrehung, Verfälschung und Entstellung von Texten Rudolf Steiners, auf die Helmut Zander sich bei seinen weitreichenden Deutungen und Umdeutungen spezialisiert hat. Man kann geradezu von einer »Methode Zander« sprechen.